Google Analytics und Datenschutz?!

Statistiktools

gibt es wie Sand am Meer. Für professionelle Datenaufbereitung bietet sich aber eines ganz besonders an: Google Analytics. Immerhin lautet der Marktführer im Bereich Suchmaschinen „Google“ und wir wollen für uns selbst, oder unsere Kunden eine möglichst gute Platzierung auf dieser Suchmaschine erreichen.

Verwenden Sie Google Analytics müssen einige Kriterien eingehalten werden um die regionalen Datenschutzbestimmungen einzuhalten.

Diese Richtlinien gelten für Österreich und wahrscheinlich auch für Deutschland

Datenschutz

Machen Sie sich als Webmaster und auch als User Gedanken zum Datenschutz. Informieren Sie sich auch über Android – eine reine Google Entwicklung.

Analysetools

wie Google Analytics, oder die Software der Firma Urchin Software Corporation, ein Unternehmen das von Google aufgekauft wurde, allerdings noch immer als eigenständige Software zu erwerben ist, sind für Webseiten-Betreiber ein Segen.

Datenschutztechnisch sind diese Tools aber zu hinterfragen.

Immerhin trägt jeder Webseitenbetreiber dazu bei, die User-IPs und sämtliche Nutzerinformationen auf Google-Servern zu speichern. In wie weit das ein Problem ist, darüber lässt sich streiten.

Was aber zu Konflikten mit den Datenschutzgesetzen führt ist folgendes:

Mit Hilfe von Analysetools lässt sich die Herkunft, Besuchszeit, Browser, Betriebssystem, Bildschirmgröße und sogar die ISP (Provider), Standort oder der Netzanbieter statistisch erfassen und auswerten.

So lassen sich detaillierte Nutzerprofile erstellen! Und genau das ist der Knackpunkt: Die rechtlichen Probleme fangen dort an, wo die aufgezeichneten Daten mit den konkreten Nutzern verknüpft werden.

Im Buch „Google Analytics von Timo Aden“ wird mal die Mutmaßung preisgegeben, dass das technisch eventuell sogar möglich wäre, was ich an dieser Stelle allerdings bezweifeln will.

So kommt es nicht selten vor, dass eine Externe IP von mehreren Personen genutz wird, so wie in der Schule. Geht man etwas näher heran, erkennt man, das der selbe Computer von mehreren Personen benutzt wird. Weiter benutzt Person A die selbe Webseite zu Hause und in der Firma, womit die Verknüfung von Daten schon fast unmöglich wird, solange man einige Dinge beachtet.

Was ich allerdings als Fatal betrachte ist, wenn manche User, immer mit eingeloggtem Google-Account unterwegs sind.

Das kann hiermit schon einmal sehr einfach aufgezeichnet werden:

  • Alle Google Suchanfragen
  • Alle Daten die Google Dienste sammeln
  • Alle Youtube Suchanfragen

Weiters ist zu beachten, dass alle Daten von Google Diensten

  • Adsense
  • Adwords
  • Analytics
  • Youtube
  • Android Phone (eine reine Google Erfindung)

firmenintern verknüpft werden können, was warscheinlich auch schon der Fall ist.

Die Erhebung, Verwendung und Speicherung von sogenannten personenbezogenen Daten ist nur innerhalb der relativ engen datenschutzrechtlichen Grenzen zulässig. Allerdings bestätigt jeder, der sich irgendwo anmeldet, dass er mit den Datenschutzrichtlinen einverstanden ist. Diese Datenschutzrichtlichen missachten jedoch sehr häuftig die länderspezifischen Datenschutzrichtlinen.

Checklist

Unter Beachtung einiger Punkte, ist man Fit, ohne jede Reue das Google Analytics Analysetool zu verwenden.

  1. Impressum
    Hier muss bei Google Analytics immer jener Textauszug eingetragen werden der auf meinem Impressum steht.
    Einige sind sogar der Meinung, dass ein Hinweissatz auf jeder Seite zu finden sein soll.
    Derzeit verwenden übrigens nur 1% aller Analytics-User einen derartigen Eintrag in deren Impressum.
  2. IP Verschleiern
    Verwenden Sie Google Analytics, dann können Sie den Analytics Code so beschneiden, dass er nicht die Komplette IP aufzeichnet, sondern das letzte Oktett abschneidet. Mit dieser Variante ist es unmöglich die IP einem Modem oder gar einer Person zuzuordnen.
    Wohlgemerkt, müsste man eigentlich eine Person explizit fragen, bevor man deren IP aufzeichnet. Des weiteren ist es meinem Wissenstand nach dem Analytics User aber nicht möglich die kompletten IPs seiner Besucher auszugeben.
    Folgender Code kürzt die IPs: _gat._anonymizeIp(); bzw. _gaq.push([‚_gat._anonymizeIp‘]); beim neuen Code.
  3. Wiederspruchsmöglichkeit
    Theoretisch sollte es jedem Besucher möglich sein, sich zu entscheiden ob nun die Analytics Cookies auf dem Rechner gespeichert werden oder nicht. Google bietet hierfür schon ein Browserplugin an, das ausgenommen von Safari und Opera in den gängigen Browsern funktioniert. Webseitenbetreiber brauchen sich darum aber nicht zu kümmern.

Sie können Folgenden Code mit aktiver Anonymisierung auf Ihrer Webseite so einbinden. Tauschen sie nur die UA-Nummer aus.

<!-- Google Analytics Code -->
<script type="text/javascript">
// <![CDATA[
var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setVar', 'exclude_my_traffic']);
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXXX-X']);
_gaq.push(['_trackPageview'], ['_trackPageLoadTime']);
(function() {
var ga = document.createElement('script');
ga.type = 'text/javascript';
ga.async = true;
ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
var s = document.getElementsByTagName('script')[0];
s.parentNode.insertBefore(ga, s);
})();
// ]]>
</script><!-- Google Analytics Code -->

Besonders dieser letzte Punkt bringt keinen Nachteil für die Analyse sorgt aber für eine ausreichende Anonymisierung des Webseitenbesuchers.

Ich persönlich rate immer zur Aktivierung der Anonymisierung. Es bringt auch keinen Nachteil mit sich!

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Über den Autor Andreas Grundner

Ich bin Wordpress, Joomla, Typo3 Integrator, Unix Rootserver Administrator und Webanwendungsprogrammierer. Mittlerweile habe ich über 70 Webprojekte weitgehend selbstständig mit enger Kundenabsprache realisiert. Ich bin auf One Page Websites auf Wordpress-Basis spezialisiert, biete aber auch Suchmaschinenoptimierung (SEO), Blogs, Facebook, Youtube und Google+ Seiten an. Meine Verpflichtung gilt dem Datenschutz, meine Leidenschaft dem Finden und Aufzeigen von Sicherheitslücken in Webanwendungen.

Eine Reaktion zu Google Analytics und Datenschutz?!

  1. admin
    14.01.2011 at 13:50 · Antworten

    Wie in diesem Artikel beschrieben http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht-und-gesetz/2011/januar/google-analytics-nutzern-drohen-rechtliche-schritte/ kommt es auch nun wieder zu Streitereien bezüglich des Datenschutzes. Unter Beachtung dieses Artikels kann man aber nicht zur Rechenschaft gezogen werden!

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