Den Beitrag „Arbeitswelten“ in einer „nano Spezial“-Sendung auf 3sat möchte ich kurz zusammenfassen und ergänzend diskutieren. Hinterlassen Sie einfach Ihren Kommentar!

Die Zahlen basieren auf einer Umfrage der Gallup Unternehmensberatung die 2000 Personen befragt hat. Die Studie ist somit repräsentativ und wissenschaftlich fundiert.

Optimale Verwendung von Mitarbeitern

Nur 36% aller Mitarbeiter werden entsprechend ihren Stärken eingesetzt.

Ein Wert der uns nicht überrascht. Dafür gibt es viele Gründe. Unter anderem ist es logistisch fast schon  unmöglich Mitarbeiter zu 100% nach ihren Stärken einzusetzen. Theoretisch kann sich ein Unternehmen dem 100%-Wert nur annähern wenn es einen gleichbleibenden Aufgabenbereich bietet und genügend Arbeit vorhanden ist um einen Mitarbeiter voll auszulasten. Ob das sinnvoll ist bezweifeln wir. Der Mensch als Arbeitskraft ist meist nur in sehr wenigen Aufgaben nahezu perfekt. Wird ein Mitarbeiter stark einseitig ausgelastet fördert dies die Fehler- und Unfallquote durch Zerstreuung.

Fast 2/3 aller Mitarbeiter machen folglich was ihnen vom Chef aufgetragen wird, nicht das was sie am Besten können.

Freunde am Arbeitsplatz sind förderlich

Wer Freunde am Arbeitsplatz hat arbeitet besser. 67% von den hoch motivierten Mitarbeitern haben Freunde am Arbeitsplatz.

Freunde am Arbeitsplatz bringen für Arbeitgeber relevante Vorteile mit sich:

Es sind die menschlichen, emotionalen Faktoren die maßgeblich sind wie wir unsere Arbeit verrichten.

Zu wenig Anerkennung

In vielen Unternehmen trifft der Leitsatz „Nicht geschimpft ist Lob genug“ zu. Nur 25% aller 2000 befragten Personen gaben an in jener Woche Lob von Kollegen oder Vorgesetzten erhalten zu haben.

Anerkennung stellt einen Leistungsturbo dar der am Ende des Tages noch nicht einmal etwas kostet.

Mitarbeiterbefragungen

Auch wir haben bemerkt, dass in vielen Unternehmen Mitarbeiterbefragungen durchgeführt werden. Jedoch nicht in regelmäßigen Abständen und ohne Auswirkung. Das Ergebnis der Befragung wird selten verwendet und noch seltener durch erneute Befragung kontrolliert.

Maßnahmen setzen und in ein bis zwei Jahren erneut eine Befragung durchführen – so wird es richtig gemacht liebe Chefs und Mitarbeiter mit leitenden Tätigkeiten!