Die ganze Welt ist miteinander vernetzt – das bringt natürlich auch Marketing- und Werbeexperten auf den Plan. Sie suchen etwas im Internet und schon Minuten später erhalten Sie entsprechende Werbeeinblendungen auf Ihren Social-Media-Kanälen? Tracking ist das Problem! Unsere TOP 5 der trackingfreien Suchmaschinen bieten eine Alternative.

Kein Problem, wenn es sich um interessante und relevante Werbung handelt und den Surfenden womöglich inspiriert eine Seite zu besuchen – wie für das beliebte Online-Casino Mr. Green. Darüber hinaus gibt es allerdings auch Nachteile bei Tracking. Denn Sie möchten natürlich selbst entscheiden, was Ihnen angezeigt wird und hierbei helfen Ihnen Suchmaschinen, die ohne Tracker funktionieren!

Big Brother is watching you

Keine Frage, Google ist die größte und am häufigsten genutzte Suchmaschine überhaupt. Doch Google ist auch das Paradies für „Big Brother“, wie die Überwachung durch verschiedene Institutionen flapsig genannt wird. Google selbst kanalisiert unzählige Daten und auch Geheimdienste sollen unsere Aktivitäten im Netz problemlos tracken können.

Füttern wir Google, aber auch Bing oder Yahoo! mit unseren Daten, wird alles, was nur irgendwie verwertbar ist, abgespeichert. Der Grund dafür: Es soll eine virtuelle Person geschaffen werden. Im Marketingjargon wird von einer Persona gesprochen. Mit all den Daten über uns und unser Suchverhalten kann unser Interessenfokus ermittelt werden. So ist es möglich, gezielt Werbung zu platzieren, die genau auf uns zugeschnitten ist. Natürlich mit dem Ziel, dass wir kaufen!

Leider hat Werbung die Eigenschaft uns zu nerven. Vor allem dann, wenn sie scheinbar zufällig platziert wird, aber genau das widerspiegelt, was wir Tage zuvor in die Suchmaschine eingegeben haben. Wir informieren uns also darüber, wie wir eine Kaffeemaschine entkalken können und erhalten Tage später Werbeeinblendungen für einen neuen Kaffeevollautomaten. Nein Google, das wollen wir nicht und es gibt Alternativen!

Die eigene Privatsphäre beim Surfen zu schützen ist mittlerweile beispielsweise mit VPN-Netzwerken möglich. Ob Streaming oder Zocken, ob Online-Banking oder Ticketkauf – mit dem effizienten Schutz vor Hackern wird surfen noch sicherer. Aber was ist beim Suchen? Welche Suchmaschinen sind es, die uns vor dem Zugriff der Neugierigen schützen? Wir stellen Ihnen fünf gute Alternativen für Google, Bing und Co. vor.

1. DuckDuckGo – die Pole-Position unter den Alternativen

Vielleicht haben Sie von dieser Suchmaschine sogar schon einmal etwas gehört: DuckDuckGo ist eine der bekanntesten und vor allem eine der simpelsten Google-Alternativen, die auf Schnüffeln verzichtet. Die Funktionalität ähnelt Google sehr, Sie können Bilder, Videos und Infos zu Ihren Suchergebnissen einsehen. Wenn Sie auf der Suche nach Produkten sind, finden Sie Shopping-Ergebnisse und wenn Sie Ihre Lieblingsmusik anhören möchten, können Sie direkt reinhören. Ein Manko: Es gibt noch keine smarte Antwortfunktion, wie es bei Google der Fall ist. Das gilt zumindest für die deutsche Version. Dafür aber gibt es DuckDuckGo schon für iOS und Android.

2. MetaGer – ein Produkt aus Hannover

Hinter MetaGer steckt die hannoversche Universität und daher handelt es sich hierbei um eine etwas kleinere, weniger bekannte Alternative. Dennoch lassen sich einige individuelle Einstellungen vornehmen und es kann außerdem festgelegt werden, ob und in welchem Rahmen Suchdienste ausgewertet werden dürfen. Die Metasuche allerdings wirkt leider etwas alt, schlichtweg unmodern und daher ist gerade das Projekt MetaGer 2 in der Entwicklung. Wir dürfen auf neue Ergebnisse gespannt sein.

3. Qwant – aus Frankreich für Deutschland

Qwant kommt direkt aus Frankreich nach Deutschland, allerdings ist die alternative Suchmaschine erst seit März 2021 verfügbar. In Berlin vorgestellt möchte Qwant maximale Sicherheit und Privatsphäre ermöglichen. Standort, frühere Anfragen und eventuell vorhandene Social-Network-Profile werden in die Suche nicht mit einbezogen. Dafür setzt die französische Suchmaschine aber auf Cookies. Allerdings ist deren Aktivität auf die Dauer des Website-Aufenthalts beschränkt, laut Anbieter. Seinen größten Pluspunkt sammelt Qwant mit der einfachen Bedienbarkeit.

4. Startpage – die Niederländische Variante

Startpage aus den Niederlanden ist schon seit 2006 eine relevante Alternative zu Google. Das Unternehmen setzt auf kompletten Datenschutz, im Jahr 2008 wurde das Datenschutz-Gütesiegel der EU verliehen. Startpage bietet seinen Verwendern die Nutzung eines Proxy-Services an, alle Eingaben werden per SSL-Verschlüsselung geschützt. Laut Anbieter werden alle Anfragen aus Europa auch nur in Europa verarbeitet, verifizieren ließ sich die Aussage bislang aber nicht. Der Vorteil: Startpage ist für iOS und Android als App erhältlich.

5. Semager – mehr Ergänzung als Alternative

Semager arbeitet komplett ohne Cookies, speichert aber auch keine IP-Adresse ab. Es wird auf semantische Suche gesetzt, die ähnliche Begriffe und Websites in den Suchergebnissen anzeigt. Als Standardsuchmaschine ist das möglicherweise wenig geeignet, denn wer präzise sucht, braucht präzise Ergebnisse. Für ergänzende Zwecke hat sich die schlichte Alternative Semager aber bereits bewährt.

Anonymes Surfen durch korrekte Einstellungen möglich

Im Internet anonym zu bleiben ist alles andere als einfach, selbst wenn Sie auf alternative Suchmaschinen setzen. Der sogenannte „Anonym-Modus“ ist dabei auch nicht hilfreich, denn die Neugierigen sehen, was sie sehen wollen. Glücklicherweise gibt es aber dennoch Tipps und Tricks, wie Sie anonym durchs Netz surfen können, ohne Ihre Fußabdrücke an jeder Stelle zu hinterlassen.

Das beginnt schon bei den Browser-Einstellungen. Sie haben bei jedem Browser, unabhängig, ob es sich um Firefox, Google Chrome, Microsoft Edge oder einen anderen Browser handelt, die Möglichkeit ihre Privatsphäre zu schützen. So können Sie beispielsweise mit Ihrem Edge-Browser ein „Inprivate Fenster“ öffnen, bei Firefox nennt sich das gleiche System privates Fenster.

Mit dieser Funktion können Sie verschleiern, welche Websites Sie besucht haben. Die angesteuerten Internetadressen werden nicht gespeichert und sobald Sie den Browser verlassen, werden Cookies gelöscht. Somit kann niemand anhand Ihres Rechners erkennen, was Sie zuvor im Netz gemacht haben.

Aber Achtung: Der Inkognito-Modus schützt Sie zwar vor einem neugierigen Ehemann oder Ihrem schnüffelnden Chef, nicht aber vor Tracking durch die Websites selbst. Hierfür brauchen Sie Trackingfreiheit und dafür braucht es eine weitere Einstellung. Aktivieren Sie in Ihrem Browser die „Do-Not-Track-Funktion“. Websites erhalten nun einen Hinweis, dass Sie nicht getrackt werden möchten. Seriöse Websites akzeptieren den Wunsch, eine Verpflichtung gibt es dafür aber nicht!

Fazit: Anonymes Suchen Ja, anonymes Surfen Nein

Anonymes Suchen ist dank guter Alternativen zu Google möglich. Anders sieht es mit anonymem Surfen aus, denn 100-prozentige Anonymität gibt es nicht. Allerdings können Sie Tracking verhindern, indem Sie Browser-Addons wie Adblock, Ghostery oder Disconnect verwenden. Doch auch wenn es ganz anonym einfach nicht funktioniert, gibt es zumindest die Möglichkeit, sich nicht gänzlich gläsern zu zeigen, sondern Ihre Privatsphäre in vielen Bereichen zu schützen und das ist erfreulich.

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